Raspberry Pi 5: microSD durch NVMe-SSD ersetzen und System sauber migrieren

Ich habe mein Raspberry-Pi-System von einer microSD-Karte auf eine NVMe-SSD umgezogen. Konkret kommt jetzt eine 512-GB-NVMe über einen PCIe-HAT zum Einsatz. Ziel war es, das System robuster, schneller und langfristig stabiler zu machen.

microSD-Karten sind für viele Raspberry-Pi-Projekte ausreichend, stoßen aber bei dauerhaftem Betrieb mit vielen Schreibzugriffen schnell an ihre Grenzen. In meinem Fall laufen unter anderem indi-allsky, Bildspeicherung, Datenbankzugriffe und regelmäßige Uploads. Dafür ist eine NVMe-SSD schlicht die bessere Wahl: höhere Performance, deutlich höhere Lebensdauer und weniger Risiko für Dateisystem-Probleme.

Im Folgenden beschreibe ich Schritt für Schritt, wie ich das bestehende System im laufenden Betrieb von der microSD auf die NVMe migriert habe.

indi-allsky Watchdog: Automatischer Neustart bei Kamera-Problemen mit systemd und Bash

Zickige USB-Kameras wie die ZWO ASI678MC, billig gemachte Kabel, Temperaturschwankungen: All-Sky-Kameras auf Raspberry-Pi-Basis sind technisch anspruchsvoll. Auch stabile Setups mit indi-allsky können in einen Zustand geraten, in dem keine neuen Bilder mehr erzeugt werden – ohne dass der Prozess selbst abstürzt.

Dieser Beitrag zeigt eine robuste, praxiserprobte Watchdog-Lösung, die unabhängig von indi-allsky-Interna arbeitet:
Ein externer Watchdog überwacht die tatsächliche Bildproduktion (JPGs) und startet indi-allsky automatisch neu, sobald der Datenfluss stockt. Optional inklusive E-Mail-Benachrichtigung.

Raspberry Pi als digitaler Bilderrahmen im Kiosk-Modus – Hardware, Setup & Troubleshooting

External displayIch hatte die verrückte Idee, einen digitalen Bilderrahmen zu bauen um darauf das immer aktuellste Foto meiner Allsky-Kamera anzeigen zu lassen. Auslöser war vor allem die Erkenntnis, dass es bei indi-allsky mit Redirect Views total einfach ist, das immer aktuellste Bild ausspielen zu lassen. Und die zweite Erkenntnis: Touch-Displays sind gar nicht mal so teuer.

In diesem Beitrag dokumentiere ich ein praxiserprobtes Setup mit Raspberry Pi 4, HDMI-Touchdisplay und Chromium im echten Kiosk-Modus – inklusive typischer Stolperfallen und deren Lösungen.

Hardware-Setup

Für das Setup wurden folgende Komponenten verwendet:

  • Raspberry Pi 4 (2–8 GB RAM)
  • HDMI-Touchdisplay (10,1 Zoll, 1280×800) – gibt es z.B. beim großen chinesischen Online-Händler – Detailinfos hier
  • MicroSD-Karte (mind. 32 GB)
  • Getrennte Stromversorgung für Raspberry Pi und Display
  • USB-Touchkabel + HDMI-Kabel

Anders als vom Hersteller angegeben nutze ich weder ein Y-Kabel noch eine Durchschleiflösung für die Stromversorgung von Pi und Display sondern ein Dual-Port-Netzteil (USB-C für den Pi, USB-A/Micro-USB für das Display).

So habe ich die Stromversorgung meiner Allsky-Kamera stabilisiert – saubere Verkabelung und ordentlich Puffer

Verdrahtungsplan allsky de
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Eine Allsky-Kamera ist ein typisches „läuft halt“-Projekt – bis sie es plötzlich nicht mehr tut. In meinem Fall war es kein einzelner Defekt, sondern eine Kombination aus langen Leitungen, Spannungsabfällen und kleinen Störungen, die sich erst nach Wochen oder bei ungünstigen Wetterbedingungen bemerkbar machten.

In diesem Beitrag zeige ich, warum ich meine Stromarchitektur grundlegend überarbeitet habe: weg von „funktioniert irgendwie“, hin zu einer robusten, dokumentierten Lösung für den unbeaufsichtigten Dauerbetrieb im Außenbereich.

Vollständiges Backup der Raspberry-Pi-microSD-Karte – indi-allsky sichern

indi-allsky auf einem Raspberry-Pi-System schreibt regelmäßig Daten (Logs, Datenbanken, Bilder, Videos).
microSD-Karten sind dafür nur bedingt ausgelegt und können im worst case ohne Vorwarnung ausfallen.

Ein 1:1-Backup der gesamten SD-Karte ermöglicht im Ernstfall:

  • Neue microSD-Karte einstecken
  • Backup zurückspielen
  • System startet exakt im vorherigen Zustand