Alte Test-Timelapses in indi-allsky sicher löschen und den Videoviewer aufräumen

Nach der ersten Installation von indi-allsky hatte ich verschiedene Kameras, Einstellungen und Testaufnahmen ausprobiert. Einige der damals erstellten Timelapses waren längst nicht mehr vorhanden. Im Videoviewer tauchten die alten Einträge aber weiterhin auf, teilweise als schwarze Kacheln ohne Vorschau.

Das wollte ich aufräumen. Allerdings nicht nach dem Motto „einfach alles vor einem bestimmten Datum löschen“, sondern so, dass produktive Aufnahmen unangetastet bleiben. In meinem Fall sollte der Videobestand erst ab dem 23. Dezember 2025 beginnen.

Und so bin ich vorgegangen …

indi-allsky Backup auf FRITZ!NAS Version 2.0: So sichere ich heute Datenbank, Konfiguration und System

Ende 2025 hatte ich für meine indi-allsky Installation auf dem Raspberry Pi ein zweistufiges Backup eingerichtet: Zunächst wurden Datenbank, Konfiguration und Migrationen gesichert, anschließend die Bilddateien und Timelapses. Das hat grundsätzlich funktioniert, war mit der Zeit aber deutlich aufwendiger als nötig.

Inzwischen landen die Timelapses zusätzlich auf meinem YouTube-Kanal. Die großen Bildbestände will ich nicht mehr täglich durch das lokale Netzwerk auf die FRITZ!Box schieben. Viel wichtiger ist mir, dass ich nach einem Defekt der NVMe-SSD die laufende indi-allsky Installation mit möglichst wenig Aufwand wieder aufbauen kann.

Deshalb habe ich das Backup im Oktober 2026 neu aufgesetzt. Die bisherigen Artikel beschreiben ausdrücklich die alte Variante: Phase 1: Datenbank, Konfiguration und Migrationen und Phase 2: Dateien und qualitätsbasiertes Backup. Beide Cronjobs sind bei mir inzwischen deaktiviert.

indi-allsky: Den YouTube-Upload-Button nach einer Video-Löschung zurücksetzen

Bildschirmfoto 2026 10 20 um 22.34.40Kürzlich habe ich ein paar über das Backend von indi-allsky auf YouTube hochgeladene Videos gelöscht, doch im Video Viewer von indi-allsky stand weiterhin „YouTube Uploaded“ anstelle des Upload-Buttons.

Leider gibt es im Backend keinen Reset für solche Fälle – aber mit etwas Coding- und Datenbank-Skills lässt sich das Problem beheben.

Polarlicht über Hessen – Allsky-Zeitraffer vom 19. Januar 2026

In der Nacht vom 19. Januar 2026 war ein in Mitteleuropa seltenes Himmelsphänomen zu beobachten: Polarlicht (Aurora Borealis) reichte bis nach Hessen und war auch über dem Raum Rodgau sichtbar.

Mit meiner fest installierten Allsky-Kamera konnte dieses Ereignis über mehrere Stunden hinweg kontinuierlich aufgezeichnet werden. Das unten eingebettete Video zeigt einen Zeitraffer, der die Entwicklung, Intensität und räumliche Ausdehnung des Polarlichts dokumentiert.

Polarlicht-Zeitraffer-Video

Der Zeitraffer macht insbesondere die grünlichen (in weiß) und zeitweise rötlichen Strukturen sichtbar, die durch Wechselwirkungen geladener Teilchen aus dem Sonnenwind mit Sauerstoff- und Stickstoffatomen in der oberen Atmosphäre entstehen. Solche Sichtungen sind in Deutschland nur bei starker geomagnetischer Aktivität möglich und entsprechend selten.

Automatisches indi-allsky Backup auf externem Laufwerk (Fritzbox NAS) – Phase 2: Dateien

Nachdem Datenbank, Konfiguration und Migrations von indi-allsky bereits automatisiert auf ein externes Laufwerk gesichert werden, habe ich mir im nächsten Schritt die eigentlichen Dateien vorgenommen: die Night-Images, aus denen später Timelapse, Keogramm und Startrails entstehen.

Die Basis dafür bildet Phase 1 des Backups, die ich hier beschrieben habe:

Automatisches indi-allsky Backup auf externem Laufwerk (Fritzbox NAS) – Phase 1

Phase 2 ist deutlich anspruchsvoller. Während Datenbank-Backups vergleichsweise klein und deterministisch sind, reden wir bei den Bilddaten schnell über mehrere Gigabyte pro Nacht – und über Daten, die nicht alle gleich wertvoll sind.

*** Update – meine neue Backup-Strategie findest du hier! ***

Warum nicht einfach „alles sichern“?

Ein Allsky-System produziert jede Nacht Bilder – unabhängig davon, ob der Himmel klar, teilweise bewölkt oder komplett unbrauchbar ist. Würde man alle Dateien blind sichern, wäre selbst eine große externe Festplatte sehr schnell voll.

Deshalb war von Anfang an klar: Das Backup muss qualitätsbasiert arbeiten.
Nicht jede Nacht ist gleich wertvoll – und das lässt sich bei indi-allsky sehr gut aus der Datenbank ableiten.

Und so bin ich vorgegangen…