Während IPv4 durch NAT strukturell geschützt ist, ist IPv6 ohne Firewall immer global erreichbar – ganz ohne Portfreigaben. Genau deshalb ist eine IPv6-Firewall kein „nice to have“, sondern Pflicht.
IPv6: globale Reichweite absichern und ICMPv6 erlauben
Überraschend war für mich, dass mein Raspberry Pi sofort eine globale IPv6-Adresse erhalten hat. Das bedeutet: er ist ohne NAT von außen erreichbar. Ohne ip6tables sind damit alle IPv6-Dienste offen – oft ohne dass man es bemerkt.
Die Lösung ist eine IPv6-Firewall analog zur IPv4-Konfiguration, aber mit einem wichtigen Unterschied: ICMPv6 sollte eher nicht blockiert werden, da sonst Funktionen wie Neighbor Discovery, Router Advertisements oder MTU-Erkennung nicht mehr zuverlässig funktionieren.
